Wie man Journalisten und Blogger zielführend kontaktiert

Dieser Tage gab es eine rege Diskussion in einer Facebook-Fachgruppe mit Expertinnen digitaler Medien. Es wurde die Frage gestellt, wie man denn als Blogger mit den vielen und lästigen Angeboten und Anfragen hinsichtlich völlig abwegiger und  nicht relevanter Themen/Produktplatzierung von PR-Agenturen umzugehen habe.

Mich macht das fassungslos als jemand, der seit über 20 Jahren in der PR-Beratung und speziell in der Media Relations tätig ist. Offensichtlich gibt es immer noch Agenturen, die ihre Themen nach dem Gießkannenprinzip  verteilen. In dem Thread wurde gar die Behauptung aufgestellt, dass gerade große Agenturen große Aussendungen vornehmen und sich diese von Kunden teuer bezahlen lassen, dann aber Praktikanten und absolut unerfahrene Kräfte auf das Nachfassen per Telefon ansetzen und auf Journalisten und Blogger loslassen. Das ist respektlos gegenüber den Medien, deren Arbeit wir meiner Meinung nach heute und in Zukunft mehr denn je würdigen müssen, und auch gegenüber den unerfahrenen Mitarbeitern, die damit absolut überfordert sind.

Also nochmals die Grundregel Nummer 1, die seit meinen Anfängen in der PR Mitte der neunziger Jahre gilt: Kenne das Medium und das Ressort, bevor Du ein Thema anbietest. Denke vom Leser her, ist das Thema für den Leser Deines Zielmediums interessant? Nur dann macht es Sinn, den zweiten Schritt einer individuellen Kontaktaufnahme mit klaren und umfassenden Informationen zu gehen.